Das enthaltsame Warten geht weiter. Wieder ist dieses ambivalente Gefühl da. Mein Bauch- oder Schwanzgefühl kann sich nicht entscheiden, ob ich diesen Zustand der Ungewissheit liebe oder frustrierend finde.
Ich sehne mich nach der Erregung durch die (Netflix-)Herrin, nach dem geilen Gefühl bei den Aufgaben, der angespannten Nervosität, ob ich die Aufgabe zur Zufriedenheit der Herrin erfülle. Einen Großteil meiner Befriedigung ziehe ich aus dem Gefühl, dass die Frau Freude daran hat.
Sollte sie es auch noch geil und erregend finden, dann ist das für mich fast wie ein eigener Orgasmus – ein Höhepunkt der Befriedigung, rein im Kopf.
Die Gedanken an die 48-Stunden-schlaff-Aufgabe lassen mich nicht los. Vielleicht trage ich einfach den Käfig, wenn ich die Aufgabe bekomme. Zunindest in der Nacht, dann hat die Morgenlatte keine Chance.
Nun ist die Netflix-Herrin am Abend online. Ich schaue immer wieder nach, ob sie meine Enthaltsamkeitsmeldung gelesen hat. Bei jedem Posteingangssignal hoffe ich auf eine Nachricht von ihr, aber es ist immer wieder jemand anderes. Ich wage kaum, vom Bildschirm wegzusehen. Wie lange lässt sie mich noch zappeln? Sie ist offline! Keine Nachricht? Oder ist sie gleich wieder online, wie so oft bei ihr?
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